ENTSTEHUNG

Wissenschaftlich erforscht wird die „Tiergestützte Therapie“ mit der positiven Wirkung auf Körper, Geist und Seele des Menschen erst seit den 60er Jahren. Zunehmend werden die Qualitäten des Hundes im therapeutischen Bereich entdeckt. Ganz besonders die Gefühlswelt von Kindern und alten Menschen sprechen Hunde an und machen sie zugänglich. Hunde fragen dabei nicht nach Aussehen, rationaler Intelligenz, Status und Einkommen. Sie schenken vorurteilsfrei ihre Zuneigung. Hier und jetzt zeigen sie ungefiltert elementare Emotionen. Auch in der Auseinandersetzung mit Autismus oder der Rehabilitation greifen immer mehr Einrichtungen auf die positiven Effekte der tiergestützten Therapie zurück. Heute begegnen uns Hunde als „tierische Co-Therapeuten“ in Institutionen und Einrichtungen im Dienste der Gesundheit und in Schulen.

Als ausgebildeter Pflegefachmann HF für Psychiatrie und Heimleiter VSA sowie zertifizierter Hundetrainer cumcane familiari® habe ich viele Menschen mit ganz unterschiedlichen Erkrankungen und Bedürfnissen kennenlernen dürfen. Meine Berufe und die grosse Erfahrung mit Hunden kommen mir bei meiner Tätigkeit als Therapiehunde-Team mit meinem Hund Aaron entgegen. 

Mein Hund Aaron und ich haben inzwischen mehrere hundert Einsätze gemeistert und können auf eine langjährige Erfahrung zurückgreifen. bilden wir uns ständig weiter, sei es über neue Therapieansätze, Medizinisches Fachwissen oder Hundetraining und Hundeverhalten. Die Tätigkeit macht uns sehr viel Freude, zeigt sich doch immer wieder, wieviel Positives Hunde bewirken können.

Als ausgebildete Primarschullehrerin ist mir die Arbeit mit Kindern  sehr gut bekannt und vertraut. Bei der ATN® studierte ich Tierpsychologie mit dem Schwerpunkt Hund und schloss 2008 mit dem Diplom ab. Darauf folgte das Studium zur Hundetrainerin mit vielen interessanten Seminaren zu den Themen Angstverhalten und Aggression beim Hund oder Antijagdtraining usw. 2012 absolvierte ich den Studienlehrgang zum SKN Hundetrainer und bestand die Prüfung im Dezember 2012. 2014 folgte der Aufbaulehrgang Trainerin für Welpen- und Junghundebegleitung, den ich mit der Abschlussprüfung im Dezember erfolgreich abschloss.
 
Mein Hund Tasso darf hin und wieder mit in die Schule. Wenn Tasso dabei ist, nehmen die Kinder viel mehr Rücksicht im Umgang mit dem Hund aber auch im Umgang mit den Klassengspändli. Autistische Kinder sprechen oft sehr gut auf die Fellnase an oder fremdsprachige Kinder können beim Hund ihre Angst Deutsch zu sprechen überwinden und fangen an zu reden. Der Hund ist ein geduldiger Zuhörer und korrigiert nicht alle Fehler. Zappelige Kinder können plötzlich stillsitzen und zuhören. Die Fellnase im Schulzimmer ist auf jeden Fall für alle eine Bereicherung!

Hunde nehmen den Menschen an, wie er ist, ohne auf körperliche oder geistige Einschränkungen zu achten. Hunde ermöglichen dem Patienten oft erst eine Kommunikation, auch wenn dies nicht immer mit Sprache, in Form von Worten verbunden ist. Ein Lachen, eine Bewegung der Finger oder ein Augenzwinkern sagen manchmal mehr, als viele Worte! Unsere Vision ist ein Gesamtkonzept, in dem eine erlebnisorientierte sowie therapeutische Interaktion zwischen Hund und Mensch gefördert wird.